Jahrelang habe ich mich hierüber geärgert:

 

Bei einem nicht mal 10 Jahre alten Haus sind Fugen in der sowieso potthässlichen Terrassenbeplattung entstanden, die teilweise die Zentimetergrenze überschreiten. Dies war mir seit dem ersten Betreten des Hauses ein Dorn im Auge, wurde aber immer wieder aus Zeitgründen zurückgestellt.

Während des Brunnebaus habe ich dann mehr oder weniger zufällig einen Sonderposten sibirische Lärche in Ebay entdeckt und fluggs zugeschlagen. Inklusive allem Zubehör wie 50 laufende Meter 35x70 Vierkanthölzern aus gleichem Holz, dreihundert Edelstahlschrauben mit Torx Kopf, 250 hunderter Schlagdübel, einem 5 Liter Eimer Holzöl ,ein paar Metern geriffelter Aluprofilen und Lieferung des ganzen Pakets bis Bordsteinkante bin ich so für knapp. 25 qm Fläche locker im dreistelligen Bereich geblieben.

 

 

Nach ersten Vorüberlegungen über die Vorgehensweise habe ich mich für die "karo einfach" Methode entschieden, nämlich den vorhandenen Boden nicht komplett aufzunehmen, sondern ihn direkt so wie er ist als Untergrund zu nehmen. Ich spekuliere darauf, dass die Platten durch die stabilen Mehrfachverbindungen nach dem verdübeln nicht mehr wandern können.

 

Ob das auch aufgeht wird sich zeigen. Nachdem das Holz also abgedeckt ein Jahr lang im Garten gelegen hat, gings an einem sonnigen Tag im Sommer 2007 zur Sache. Den Rahmen habe ich rundum dicht gebaut, mit ca. 45 cm Abstand zwischen den Trägern, um zu vermeiden, dass sich irgendwelches Viehzeugs dort Heim und Hof einrichtet. Leichte Unebenheiten habe ich mit Buchenkeilchen ausgeglichen (nach Augenmaß), Gefälle zum Garten hin war eh' schon vorhanden.

 

 

 

Der Abstand der Dübel in der Rahmenkonstruktion liegt bei ca. 20 cm. Ich hab mir gedacht viel hilft viel in diesem Fall. Es soll ja auch die Terrassenplatten aus Beton zusammenhalten. Die verwendeten Dübel sind 100 mm lang und 8 dick. Ich habe Schlagdübel verwendet, das ging ziemlich schnell; vorbohren, einschlagen, fertig.

 

 

 

 

Rundum geschlossen! Schlechte Karten für Mäuse und Ratten.

 

 

 

 

 

 

Gut 200 Löcher weiter war der Rahmen fertig.

 

 

 

 

Nun Brett für Brett angelegt, angezeichnet, gekürzt und draufgeschraubt, ohne nach der Farbe zu sortieren, so wie sie kamen. Die Löcher habe ich vorgebohrt und in einem Durchgang angesenkt. 

 

 

 

 

Torxschrauben zu nehmen hat sich hier als sehr vorteilhaft erwiesen, ich habe nicht eine versaut bei der ganzen Aktion. Und selbst der Bit hat kaum gelitten.

 

 

 

 

Das ging alles flott und problemlos voran, das entstandene Muster sah allerdings noch sehr seltsam aus...

 

 

 

 

 

 

 

 

Am späten Nachmittag wars dann soweit.

 

 

 

 

Fast fertig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun die Aluprofile zugeschnitten und verschraubt...

Der Verschnitt hielt sich in Grenzen, das was man hier sieht und 2 ganze Bretter, die ich im Garten lagere, damit ich bei einem eventuellen Missgeschick gleichfarbigen Ersatz habe.

 

 

 

Ein wenig mit dem Schleifschwamm angeschliffen, damit es nicht ganz so neu aussieht...

 

 

 

 

Und kaum war ich fertig, fings an zu regnen.

 

 

 

 

 

 

Ich habe mich dann entschieden, das Holz gar nicht zu behandeln, und es bis heute nicht bereut. Die nächsten beiden Fotos sind ein Jahr später entstanden. Die Terrasse hat eine wie ich finde schöne gleichmässige Farbe angenommen, silbergrau, und verzogen hat sich bis jetzt gar nichts. Ich find's saugemütlich, und einen Tag Arbeit war's allemal wert.

 

 

 

 

Ich würde es heute genauso wieder machen.

 

Cool

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert ( Montag, 23. März 2009 um 13:40 Uhr )